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Michael Nagula

Kurzinfo

In Kürze: Michael Nagula
Geboren 1959 in Hohenlimburg.
Erstes PR-Heft: Band 2088
Er lebt in Hanau.

»Unterhaltung als Lebensaufgabe«

Als Vierzehnjähriger entdeckt Michael Nagula an einem Kiosk ein PERRY RHODAN-Heft. Es ist eine folgenschwere Begegnung: »Ich verschlang es«, so erinnert er sich, »hechtete noch am selben Tag zurück zum Kiosk und kaufte mir weitere Hefte – und so war ich auf Jahre hinaus für jede andere Literatur verloren.«

Damit steht der 1959 in Hohenlimburg als Sohn deutsch-ungarischer Eltern geborene Nagula nicht allein da. Immerhin erscheinen Perry Rhodans Abenteuer seit 1961, haben es bis heute auf 2300 Heftromane sowie Hunderte von Taschenbüchern gebracht und ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt erreicht.

»Das Besondere an PERRY RHODAN war und ist für mich noch immer das kosmische Menschenbild«, beschreibt Nagula die Serie, die in die ferne Zukunft entführt. Eine Zukunft, in der die Menschen mit unzähligen außerirdischen Zivilisationen Kontakt aufgenommen haben. Und zahlreiche irdische Konflikte angesichts der Wunder des Universums überwunden worden sind.

Viele Jahre begleitet Nagula die Serie als Leser und aktiver Fan. Erste Gehversuche als professioneller Autor folgen in den späten siebziger Jahren, bevor er sich ganz der Tätigkeit als freier Übersetzer und Redakteur von SF und Fantasy verschreibt und dafür schießlich das Studium der Germanistik und Anglistik an den Nagel hängt. Fast zehn Jahre lang beschäftigt er sich anschließend mit Comics, betreut von »Spiderman« bis »Micky Maus« so ziemlich jeden Sprechblasen-Held, der Rang und Namen hat. Bis der Wunsch nach einer neuen Aufgabe immer stärker wird.

»Ich fragte mich«, sagt er, »was ich denn nun eigentlich machen wolle. Ich begann zunächst wieder verstärkt mit dem Übersetzen von Romanen, aber bald wurde mir klar, dass ich endlich wieder selbst schreiben musste!« Vom Entschluss bis zum Abfassen seines ersten PERRY RHODAN-Romans ist es nicht weit. 2001 erscheint sein erstes Heft, seit 2003 ist er festes Mitglied im Autorenteam. Womit sich für Nagula der Kreis schließt.

»Mein Ding ist der Versuch intelligenter Unterhaltung«, verrät er im Gespräch. »Das klingt profan, aber wenn man es ernst nimmt, hat man eine Lebensaufgabe vor sich!« Denn Nagulas Wunsch ist es zu erzählen, nicht zu erklären: »Nur wer unterhalten wird, hört auch zu!« Und wenn am Ende ein kosmisches Menschenbild dabei herauskommt, hat er bestimmt nichts dagegen.