»Als Elfjähriger las ich stramm Karl May, bis ich auf Vaters Nachttischschrank diese unglaublichen Titelbilder bemerkte. Irgendwann habe ich dann angefangen, die Romane zu ›entwenden‹.« Robert Feldhoff, geboren 1962 in Schorndorf, erinnert sich gerne an den Moment, als er PERRY RHODAN für sich entdeckt hat.
Wie ihm geht es vielen, die die Abenteuer des Science-Fiction-Helden verfolgen, die es seit 1961 auf gut 2300 Heftromane und Hunderte von Taschenbüchern gebracht haben. Es ist die Geschichte einer zukünftigen Menschheit, die auf der Suche nach den Geheimnissen des Universums ist. Viele Kontakte mit außerirdischen Zivilisationen verlaufen friedlich. Aber manchmal kommt es zu großen Konflikten zwischen den Sternen.
Feldhoffs Begeisterung lässt auch als Erwachsener nicht nach. Aber dabei bleibt es nicht. Den Entschluss, selbst zu schreiben, fasst er am Schreibtisch, während des Studiums der Wirtschaftswissenschaften: »Weihnachten 1983 bekam ich eine ausrangierte Schreibmaschine geschenkt, die schließlich bewegt werden wollte; und zwar durch Science-Fiction-Kurzgeschichten.«
Das Studium gerät schnell zur Nebensache, und im Frühjahr 1987 erscheint sein erster PERRY RHODAN-Roman. In den folgenden Jahren avanciert er zu einem der Lieblings-Schriftsteller der Leserschaft. Heute ist Feldhoff der »Expokrat«, wie die Fans liebevoll den Autor nennen, der die Handlungsvorgaben erstellt, nach denen die einzelnen Hefte der Serie geschrieben werden. Er ist es, der für den roten Faden und die großen Zusammenhänge sorgt – möglicherweise ein Erfolgsgeheimnis von PERRY RHODAN. »Zentrales Anliegen ist, dem Leser eine Welt anzubieten, die in sich schlüssig funktioniert«, so seine grundlegende Überlegung. »Wenn dann noch der Spannungsaufbau und die Pointe an der Geschichte stimmen, kann nicht mehr viel schiefgehen.«
Daneben hat Feldhoff Kurzgeschichten für Anthologien, Hörspiel-Drehbücher, Comics, Beiträge für den PLAYBOY und das ZEIT-Magazin verfasst – Tätigkeiten, für die der in Oldenburg lebende Autor heute aufgrund seines Engagements für PERRY RHODAN nur wenig Zeit findet. Das Quäntchen, das ihm bleibt, nutzt er lieber anders: »Gleich geht es zum Sport«, meint er lächelnd, »Ich brauche wieder mal ein paar Klimmzüge.«



Impressum
